Der Lichtschutzfaktor allein sagt nicht, ob Sie genug aufgetragen haben. Die US-amerikanische American Academy of Dermatology (AAD) empfiehlt derzeit mindestens einen Teelöffel für das Gesicht eines Erwachsenen. Für unbedeckte Körperstellen nennt sie etwa 30 ml, je nach Körpergröße auch mehr. Hals, Ohren und weitere freie Stellen brauchen ebenfalls Sonnencreme. Das sind allgemeine Orientierungshilfen, keine Messung Ihres persönlichen Schutzes.
Der kurze Check vor dem Rausgehen
Wählen Sie Schutz vor UVA- und UVB-Strahlung mit Lichtschutzfaktor 30 oder höher. Prüfen Sie die Wasserfestigkeit und lesen Sie die Anwendungshinweise.
Denken Sie an Ohren, Haaransatz, freien Hals und Handrücken. Planen Sie das Nachcremen ein, besonders beim Schwimmen, Schwitzen oder Abtrocknen. Nutzen Sie zusätzlich Schatten, Kleidung, einen Hut und eine Sonnenbrille.
1. Mengenangaben sind eine Orientierung
Die Zwei-Finger-Regel ist eine visuelle Hilfe. Zwei Produktstreifen entsprechen nicht automatisch einem Viertel Teelöffel. Fingerlänge, Tubenöffnung und Dicke der Streifen verändern die Menge. Auch Gesicht, Hals und Produkt unterscheiden sich.
Eine Menge für das Gesicht reicht nicht automatisch zusätzlich für Hals und Ohren. Tragen Sie das Produkt nach Anleitung großzügig auf alle freien Hautstellen auf. Bei unklaren Angaben helfen Hersteller oder Apotheke weiter.
Wie lange eine Flasche hält, zeigt nicht zuverlässig, ob Sie genug verwenden. Packungsgröße, eingecremte Fläche, Häufigkeit und gemeinsame Nutzung spielen eine Rolle.
2. Vor der Sonne gleichmäßig auftragen
Die US-Arzneimittelbehörde FDA empfiehlt das Auftragen 15 Minuten vor dem Aufenthalt in der Sonne. Beachten Sie die Hinweise Ihres Produkts, auch zum Schütteln oder zu einem früheren Auftrag.
Verteilen Sie das Produkt gleichmäßig. Augen und Mund aussparen. Sonnenschutzspray nicht direkt ins Gesicht sprühen. Sprays, Stifte und Lotionen können unterschiedliche Anwendungshinweise haben.
Reinigen und pflegen Sie Ihre Haut wie gewohnt und planen Sie anschließend Zeit für den Sonnenschutz ein. Wenn Produkte unter Make-up abrollen, prüfen Sie die Schichten. Weniger Sonnencreme ist keine geeignete Lösung für dieses Texturproblem.
3. Nachcremen passend zum Tag
Cremen Sie im Freien mindestens alle zwei Stunden nach. Beim Schwimmen oder Schwitzen gelten die Anwendungshinweise zur Wasserfestigkeit. Nach dem Abtrocknen zeitnah erneut auftragen.
Auf US-Produkten wird Wasserfestigkeit mit 40 oder 80 Minuten angegeben. Das bedeutet weder wasserdichten Schutz noch Schutz für den ganzen Tag. Warten Sie nicht auf den Zwei-Stunden-Timer, wenn die Anleitung früheres Nachcremen verlangt.
Auch mit Make-up ist eine vollständige erneute Anwendung nötig. Eine leichte kosmetische Auffrischung belegt keinen bestimmten Sonnenschutz.
Brauche ich Sonnenschutz bei Wolken?
Wolken halten nicht alle schädlichen UV-Strahlen ab. Die AAD empfiehlt Sonnenschutz auf freier Haut im Freien auch an bewölkten Tagen. Kühle Luft sagt nichts über den UV-Schutz aus.
Kann ich mit LSF 50 weniger verwenden?
Nein. Halten Sie sich an die Anwendungshinweise. Laut FDA vergleicht der Lichtschutzfaktor den Schutz vor Sonnenbrand. Er ist kein Zeitmesser für einen längeren Aufenthalt in der Sonne. Aus einer halben Menge lässt sich Ihr tatsächlicher Schutz nicht berechnen.
Wenn sich die Creme zu schwer anfühlt
Suchen Sie ein Produkt, das Sie in der vorgesehenen Menge verwenden können. Prüfen Sie, ob alle Pflegeschichten darunter nötig sind. Bei anhaltenden Reizungen fragen Sie in der Apotheke oder in einer ärztlichen Praxis nach.
Was gehört zur Abendroutine?
Entfernen Sie Sonnencreme und Make-up mit Ihrer üblichen sanften Reinigung. Verwenden Sie bei Bedarf eine Feuchtigkeitspflege. Abendpflege gleicht fehlenden Sonnenschutz am Tag nicht aus.
Weiterlesen
- Sunscreen over makeup (auf Englisch)
- Sunscreen pilling (auf Englisch)